Bestehende Programme zur Gründungsförderung
Unter den Berliner Universitäten gibt es gemeinsam entwickelte Programme, Wettbewerbe und Stipendien, die Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine Gründung sensibilisieren und qualifizieren. Damit unterstützen die Universitäten Gründerinnen und Gründer bei der Entwicklung eines Geschäftskonzeptes, der Weiterentwicklung eines Prototypens oder eines prototypenähnlichen Verfahrens. Die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft liegt an der Freien Universität bei Profund Innovation, an der Humboldt-Universität zu Berlin bei der Humboldt-Innovation GmbH, an der Technischen Universität Berlin beim Centre for Entrepreneurship und an der Charité bei der Technologietransferstelle.
Mit dem Berliner Startup Stipendium fördern die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und die Charité – Universitätsmedizin Berlin Gründerinnen und Gründer, die innovative, technologiebasierte Geschäftsideen im Team umsetzen wollen. Das Programm wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung sowie des Europäischen Sozialfonds finanziert.
Mit dem EXIST Gründerstipendium des Bundes werden innovative, technologie- oder wissensbasierte Gründungsvorhaben ein Jahr lang mit bis zu 143.000 Euro für Lebensunterhalt, Sachausgaben und Coaching gefördert. An dem Stipendien-Programm beteiligt sind in Berlin die Freie Universität, die Humboldt-Universität und die Technische Universität.
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Freie Universität Berlin sind zudem Partner im Projekt Entrepreneurial Network University, ein Strategiekonzept zur Etablierung einer hochschulweiten Gründungskultur. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zeichnete das Konzept von Charité und Freier Universität Berlin dafür als „EXIST-Gründungskultur - Die Gründerhochschule“ aus. Auch die Technische Universität Berlin erhielt diesen Titel für ihre Gründungsförderung im Centre for Entrepreneurship. Mit der Auszeichnung verbunden ist eine Förderung, die Hochschulen unter anderem dabei unterstützt, das Potenzial an technologieorientierten und wissensbasierten Gründungen nachhaltig zu erschließen.
Gründerzentren in Campusnähe
High-Tech-Unternehmen brauchen Platz zum Wachsen – und das möglichst in Campusnähe. Die Universitäten kooperieren deshalb mit den von der WISTA Management GmbH betriebenen Technologie- und Gründerzentren: Die Technische Universität mit dem Charlottenburger Innovationszentrum, die Humboldt-Universität mit den Technologie- und Gründerzentren in Adlershof. Unweit der Freien Universität und des Charité Campus' Benjamin Franklin entsteht bis 2021 das FUBIC – der Name steht für „Business and Innovation Center next to Freie Universität Campus“. Dort sollen 60 bis 80 Unternehmen mit rund 1.000 Beschäftigten einziehen.
Bildquelle: Simulation: Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH / Montage: Bernd Wannenmacher
Inkulab - das Gemeinschaftslabor
In allen vier Einrichtungen können Start-ups aus den Lebenswissenschaften, der umweltverträglichen sogenannten Grünen Chemie und der Nanotechnologie bereits vor der Gründungsphase Laborräume auf dem Campus für die Produktentwicklung nutzen. An der Technischen Universität Berlin steht dafür etwa der Laborcontainer Inkulab zur Verfügung. Er ist ein Gemeinschaftsprojekt der WISTA-Management GmbH, dem Centre for Entrepreneurship und dem Exzellenzcluster UniCat. Kooperationspartner ist außerdem die Ausgründung der Technischen Universität DexLeChem GmbH.
Bildquelle: TU Berlin / UniCat / Philipp Arnoldt
Netzwerken beim „Berliner Gründl“
Personal, Businessplan, Finanzierung – oft ist es für Gründerinnen und Gründer sehr hilfreich, sich über solche Themen auszutauschen. Ausbau und Pflege von Netzwerken und Partnerschaften ist deshalb ein wichtiger Baustein der Gründungsförderung. Der Gründungsservice der Humboldt-Universität veranstaltet monatlich das „Berliner Gründl“, ein Treffen zum Netzwerken, Präsentieren und Fragen stellen.
Bildquelle: Humboldt-Innovation GmbH
Erste Hilfe beim Gründen an der Charité
Wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Unternehmen gründen, werden sie mit bisher unbekannten Anforderungen und Spielregeln konfrontiert. Notwendige Qualifikationen vermitteln die Gründungsservices der Hochschulen in Workshops, Vorträgen, Seminaren, Coachings und Wettbewerben. Die Technologietransferstelle der Charité bietet beispielsweise spezielle Workshops über die Regeln und Rahmenbedingungen der Zulassung von Produkten im Gesundheitsmarkt an.
Bildquelle: Charité